Die SVP Kanton Zürich bezichtigt Links-Grün als Klimateufel. Bastien Girod (Grüne) findet: Die SVP und Roger Köppel müssten sich selbst an der Nase nehmen.

05.06.2019, nau.ch

Mit eigens gestalteter Website ziehen die SVP Kanton Zürich und ihr Ständeratskandidat Roger Köppel in den Wahlkampf. Den Kampf gegen die «rot-grüne Verlogenheit». Denn die Linken wollten gar nicht das Klima retten, sondern Geld via Steuern und Abgaben umverteilen. Der Klimateufel wird an die Wand gemalt: Die wahre Gefahr für die Umwelt sei die von Rot-Grün geförderte Zuwanderung.

«Roger Köppel ist der wahre Klimateufel»

Grünen-Nationalrat Bastien Girod ringt das «billige Trickli» ein müdes Lächeln ab. Der Umweltnaturwissenschafter gibt mit gleicher Münze zurück: Wenn schon sei Roger Köppel der wahre Klimateufel. Statt sich gegen drohende Waldbrände, Überschwemmungen und anderes «Böses» einzusetzen, tue Köppel das Gegenteil. «Leider hat sich die SVP als Erdöl-Lobby positioniert und als Unterstützer der Klimaerwärmung.»

Eine Million Zuwanderer brauchten eine Fläche von 400 Millionen Quadratmeter und fahren mit einer halben Million Autos herum. Diese (und andere) SVP-Rechnungen stellt Girod zwar nicht infrage. Doch er bezichtigt die SVP, durch ihre eigene Politik für die Zuwanderung mitverantwortlich zu sein. Aber eigentlich sei das dem Klima egal.

Sozialismus? «Die SVP hat ja keine Ahnung»

«Mit der SVP-Wirtschaftspolitik werden möglichst viele Unternehmen angelockt», so Girod. Das habe auch Vorteile, aber das fördere auch die Zuwanderung. Im Endeffekt spiele das aber gar keine Rolle punkto Klimawandel: «Es macht keinen Unterschied, ob die Leute in der Schweiz oder im Ausland CO2 ausstossen.»

Klimateufel sind Bastien Girod und Konsorten für die SVP vor allem aber aus einem Grund. Mit Steuern, Abgaben und Verboten soll im Namen des Klimaschutzes der Sozialismus eingeführt werde. Jetzt ist bei Girod aber Schluss mit lustig. «Dieser Vorwurf zeigt, dass die SVP einerseits keine Ahnung vom Sozialismus hat und andererseits keine Ahnung vom Klimaschutz.»

Mit Marktwirtschaft gegen den Klimawandel

Im Realsozialismus Russlands habe man sehr hohe Emissionen gehabt. «Es würde dem Klima nichts helfen, den Sozialismus einzuführen – im Gegenteil.»

Es gebe ja sehr viele marktwirtschaftliche Lösungen und darum auch viele Unternehmen, die beim Klimaschutz vorwärts machten. «Unternehmen, die jetzt auch den Kopf schütteln, wenn sie die SVP-Kampagne sehen», glaubt Girod zu wissen.